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Urlaubshalbinsel Darß/ Zingst bekommt einen Hafen

Schon lange wartet die beliebte Halbinsel Darß/ Zingst auf einen Sportboothafen – nun soll sie einen bekommen. Gleichzeitig wird die Attraktivität der Halbinsel für Wassersportler gesteigert. Die Besonderheit des Hafens: der Seenotrettungskreuzer „Theo Fischer“ soll dort seinen Liegeplatz haben, um schnell einsatzbereit zu sein. Laut Vorhaben des Umweltministers Till Backhaus soll die Seebrücke Prerow verlängert und mit einem von Steinwällen umgebenen Inselhafen versehen werden. Es muss für den Hafenbau in Prerow mit Kosten von rund 10 bis 11 Millionen Euro gerechnet werden, das Bauvorhaben auf der Halbinsel Zingst wird ca. 11 bis 14 Millionen Euro kosten.

Der nahe gelegene Hafen Barhöft

Der nahe gelegene Hafen Barhöft

Hafenneubau in Zingst geplatzt

Die Pläne für den Hafenneubau in Zingst werden nicht realisiert. Ein Sprecher des Bauministeriums informierte, dass die Landesregierung das Projekt finanziell nicht mehr mit tragen wird.
Die Enttäuschung im Ostseeheilbad Zingst ist groß. Die Gemeindevertreter stimmten für dieses Projekt. kalkuliert mit 35 Millionen Euro. Mit Fördergeldern der Europäischen Union wollte das Land einen großen Anteil finanzieren. Jedoch fehlte ein tragfähiges Finanzierungskonzept und das Wirtschaftsministerium äußerte Bedenken.
Der Nothafen am Darßer Ort sollte ersetzt werden. Proteste von Umweltschützern stoppten das Ausbaggern Anfang August. Nach dem herbstlichen Vogelzug sollen lt. Bauministerium diese Arbeiten fortgesetzt werden. Dies ist Voraussetzung, dass der Seenotrettungskreuzer „Theo Fischer“ der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) dort wieder festmachen kann.
Gegen regelmäßige Ausbaggerungen gibt es immer wieder Proteste von Umweltverbänden, z. B World Wide Fund for Nature (WWF) und BUND.