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Wasserstraßenverwaltung – Reformprozess der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung aussetzen

Sehr geehrte Damen und Herren,

wir würden uns freuen, wenn Sie die anliegende Petition unterstützen würden, damit diese unsinnige Reform und das Ende des Wasser – und Schifffahrtsamtes Lauenburg noch abgewendet werden kann.

Mit freundliche Grüßen aus Lauenburg

Helmut Kiehn

Stellv. Personalratsvorsitzender

Telefon +49 (0)4153 558 360

Telefax +49 (0)4153 558 448

Mobil    +49 (0)176 211 89 318

helmut.kiehn@wsv.bund.de

 

Wasser – und

Schifffahrtsamt Lauenburg

Dornhorster Weg 52

21481 Lauenburg

www.wsv.de/wsa-lb/

Unterschriftenliste Petition mit mailadresse

 

https://epetitionen.bundestag.de/petitionen/_2012/_09/_18/Petition_36175.html

 

Die Bundeswasserstraßen (BWS) und ihre Verwaltung durch die WSV befinden sich in einem desolaten Zustand. Dieser ist das Ergebnis jahrzehntelanger pauschaler Haushaltskürzungen, mit denen die WSV zur Privatisierung der Durchführungsaufgaben gezwungen werden sollte, die sie nach dem Grundgesetz und dem Bundeswasserstraßengesetz zu erfüllen hat.

Im Oktober 2010 beschloss der Haushaltsausschuss des Bundestages (HHA) den Umbau der WSV in eine reine Gewährleistungsverwaltung, verbunden mit der weiteren Einsparung von 2.600 Stellen. Das Ministerium (BMVBS) konterte diesen Beschluss mit der
Erklärung, dass mit den verbliebenen Ressourcen der WSV nur noch die Wasserstraßen mit dem größten Frachtaufkommen sachgerecht betreut werden könnten.

Das Netz der BWS wurde nach diesen Kriterien klassifiziert und der gegenwärtig mit Hochdruck betriebene Umbau der WSV wird auf diese Klassifizerung zugeschnitten. Auf der einen Seite wird damit der gesamte Osten des BWS-Netzes ohne Rücksicht auf die Binnenschifffahrt dem allmählichen Verfall preisgegeben und auf der anderen Seite wird eine Generaldirektion der WSV in Bonn, d.h. im Zentrum des neuen Hauptnetzes gebildet, die alle sieben Direktionen ersetzen und bereits am 1. Januar 2013 den Betrieb aufnehmen soll. Die Auswirkungen auf die Binnenschifffahrt im Osten werden recht anschaulich in einem Video unter dem ….. und in einem Beitrag des RBB vom 24.102012 mit dem Link ….. dargestellt.

Für die Teile der BWS, die vorwiegend von Wassersport und Wassertourismus genutzt werden, hat sich die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PwC in einer Machbarkeitsstudie die Abtrennung und Privatisierung von 21 einzelnen Revieren ausgedacht, die von den Nutzern finanziert werden sollen. Für Herrn Ramsauer ist das eine Steilvorlage, sich von für ihn uninteressanten Teilen der BWS zu verabschieden. Wenn er damit durchkommt – und die Mehrheitsverhältnisse im Bundestag bestärken ihn in dieser Hoffnung – bedeutet das die unwiederbringliche Zerstörung unseres weltweit einmaligen Wasserverkehrsnetzes.

Eine ausführliche Analyse der WSV-Reform steht auf der Website des Bezirkssportbundes Treptow/Köpenick von Berlin …….. Dort gibt es auch einen Link zur Petition „Stoppt die Zerstörung unseres weltweit einmaligen Wasserverkehrsnetzes! Keine Privatisierung unserer Flüsse und Seen“.

Die Zeit drängt. Nur öffentlicher Druck kann die verheerenden Pläne der Bundesregierung noch stoppen. Jede Unterschrift zählt.

Joachim Nolte

 

Straßenbauer auf dem Wasser…

Nicht nur Straßen auf dem Land müssen gebaut und gewartet werden. Genauso wie an Land braucht es auch auf dem Wasser Straßenbauer – so genannte Wasserbauer. Rund 13.000 gibt es deutschlandweit. Und diese haben eine Menge zu tun: Von der Reparatur über die Kontrolle bis zur Wartung. Insgesamt 7350 Kilometer lang ist das Wasserstraßennetz in Deutschland mit 326 Schleusen, 337 Stauanlagen, 39 Wasser- und Schifffahrtsämtern. Komplett neue Wasserstraßen werden heute Jedoch werden komplett neue Wasserstraßen heute kaum noch angelegt. Vor allem Ersatzneubauten werden durchgeführt, d.h. das Vertiefen oder Verbreitern der Wasserstraßen sowie das Modernisieren von Schleusen und Sperrwerken. Zum Beispiel wurden erst kürzlich das Schiffshebewerk in Eberswalde gebaut und die Schleusen an der Mosel modernisiert. Die Ausbildung zum Wasserbauer dauert drei Jahre und kann in der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes und bei den Wasserverbänden der Länder absolviert werden.

http://www.wsv.de