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Reformen der Wasserstraßenverwaltung des Bundes kritisch betrachtet

Sportbootaufkommen auf Bundeswasserstraßen nicht ignorieren
Ende November 2012 trafen sich in Berlin Tourismusexperten der CDU/CSU und FDP mit Vertretern der Wassersportverbände, die im DOSB-Forum organisiert sind. Das Bundesverkehrsministerium plant neben umfangreichen Veränderungen der Behördenstruktur ebenso die Einstufung der Bundeswasserstraßen in verschiedene Kategorien, die sich auf Grund der vorherrschenden Gütertransportmengen ergeben.
Unberücksichtigt bleibt dabei der Wassertourismus mit seinem gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Stellenwert. Zahlreiche Einrichtungen für den Wassersport werden von gemeinnützigen Vereinen bewirtschaftet, ein wichtiger Faktor für den Wassertourismus.
Bei der Bewertung der Wasserstraßen soll nur Gütertransport ausschlaggebend sein. Jedoch das tatsächliche Schiffsaufkommen, somit ebenso die Sportbootschifffahrt, wird nicht berücksichtigt. Ebenso ist zu befürchten, dass sogenannte Nebengewässer aus Kostengründen nicht mehr bewirtschaftet werden. Die sich dann ausdehnenden Verkrautungen und Schlammablagerungen verhindern bei zahlreichen Sportbooten das Passieren.
Eine eventuelle Gebührenordnung für das Befahren der Bundeswasserstraßen reduziert die Attraktivität des Wassertourismus in Deutschland und schreckt viele ausländische Wassersportler ab. So ist die Nutzungsgebühr vorerst verschoben, jedoch das Thema noch nicht vom Tisch.

Neuer Internetauftritt zum Wassertourismus und mehr Transparenz

bootsurlaub.de

Das Projekt „Marketinginitiative Wassertourismus“ vereint unter Leitung des Tourismusverbandes Mecklenburg-Vorpommern wichtige Verbände und Institutionen aus Tourismus und Wassersport sowie sieben Bundesländer. Es liegen die ersten Ergebnisse unter www.wasser-und-urlaub.de vor.
Der international wirksame Internetauftritt, die  Qualitätsoffensive und ein Praxisleitfaden für Vereine, Kommunen und Unternehmen vor Ort sollen die Wettbewerbsfähigkeit des Reiselandes Deutschland stärken und die wassertouristischen Rahmenbedingungen verbessern.  Das soll dem Wunsch deutscher Urlauber an Aktivitäten am und auf dem Wasser besser gerecht werden  und das Interesse auf Möglichkeiten im eigenen Land lenken.
Das Internetportal präsentiert die Bandbreite wassertouristischer Angebote und vernetzt diese. Urlaubsangebote und wichtige Informationen zum Haus- und Motorboot, für Kanutouren, zum Tauchen und Segeln sowie zum Funsport können Wassertouristen hier einsehen. Mehr als 15.000 Datensätze widmen sich der maritimen Infrastruktur und den landseitigen Freizeitangeboten. Von führerscheinfreien Hausboottouren durch die Mecklenburgische Seenplatte  über Paddeltouren auf der Mosel bis zum Wakeboarden auf dem thüringischen Stausee kann sich jeder für seine Wassersportaktivitäten das passende Revier mit entsprechenden Angeboten heraussuchen.
Die Publikation „Wassertourismus in Deutschland“ ist für Marinas, Wasserwanderrastplätze und Sportboothäfen ein Praxisleitfaden.  Es wird über Qualität und Vermarktung informiert.
Mit der neuen Dachmarke „Wassertourismus in Deutschland“  wollen sich die Projektpartner  einheitlicher und nachvollziehbarer darstellen. Wichtig sind gleiche Qualitätskriterien für alle wassertouristischen Unternehmen.
Weitere Informationen: www.wasser-und-urlaub.de

Marketingmaßnahmen-Förderung für den Wassertourismus Deutschland

Hafendorf Rheinsberg„Infrastruktur und Marketing für den Wassertourismus in Deutschland verbessern“ (Drucksache 16/10593) – das beschloss der Bundestag Januar 2009. Erste konkrete Ergebnisse liegen nun vor. Verschiedene Marketingmaßnahmen unter diesem Motto werden mit 230.000 Euro gefördert.

Ein bundesweites, mehrsprachiges Informationsportal mit dem Arbeitstitel „Wassersporttourismus in Deutschland“ soll mit diesen Mitteln entstehen. Auf der boot Düsseldorf werden diese für eine umfassende Messepräsentation unter dem Titel „Wassersportland Deutschland“ eingesetzt. Verschiedene Tourismus- und Sportverbände agieren neben dem BVWW als Projektpartner. Die Aufgaben eines Projektkoordinators sind dem Verantwortungsbereich des Tourismusverbandes  Mecklenburg/Vorpommern zugeordnet.