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Die Markkleeberger Wasserschlange kann jetzt doch wahr werden

Dank Gelder vom Bund zur Sanierung der Tagebaufolgelandschaften kann die Realisierung der 1,4 Kilometer langen Gewässerverbindung doch wieder geplant werden. Rund 20 Mio. Euro wird die Verbindung vom Stadthafen durch den Auwald über die Pleiße bis zum Markkleeberger See kosten.

Schon seit zehn Jahren ist dieses Projekt im Gespräch, aber wurde bisher wegen der hohen Kosten nicht umgesetzt. Entstehen sollen in diesem Zusammenhang unter anderem drei Brücken, eine Fischabstiegsanlage und die Mönchereischleuse sowie ein Begleitweg am Kanal und Buhnen und Molen am Nordwestufer des Sees.

Als möglicher Baubeginn wird 2020 angesehen. Die Bauarbeiten werden etwa 2,5 Jahre dauern.

Vom Tagebau zum Wassersport

Die zweite Karriere einer Kohlegrube
Der Entwicklung zum Wassersportparadies steht jetzt nichts mehr im Weg, denn der Bund und die Länder Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen konnten sich nun auf die weitere Finanzierung einigen. Demnach wird das Land Sachsen-Anhalt für die Braunkohlensanierung von 2018 bis 2022 rund 150 Millionen Euro bekommen.

Diese Zusage war wichtig, um die Arbeiten an dem ehemaligen Braunkohlentagebau ohne Unterbrechung fortzusetzen und damit ist es auch möglich, die Schäden, die durch den Böschungsrutsch am Concordia See in Nachterstedt im Salzlandkreis Ende Juni entstanden sind, zu beseitigen. Die Sanierung wird durch die Mitteldeutsche Bergbauverwaltungs-Gesellschaft (LMBV) durchgeführt. So konnten bisher alleine schon in Sachsen-Anhalt 16 Seen aus ehemaligen Kohlegruben entstehen. Im nächsten Schritt sollen diese jetzt mit Böschungen ergänzt werden, damit sie für den Wassersport und als Badesee genutzt werden können.20160911_134416