Schlagwort-Archive: Bundesverkehrsministerium

Sportbootmaut für Freizeitskipper ist vom Tisch

Schleuse Mirow

Schleuse Mirow

Für Freizeitkapitäne gilt auch zukünftig auf Seen und Kanälen freie Fahrt ohne Vignette. Dies ließ das Bundesverkehrsministerium verlauten. Grund seien wohl auch die zu hohen Verwaltungskosten, die eine solche Maut hervorbringe. Das neue Wassertourismuskonzept soll zum Ende 2015 fertiggestellt werden. Eine Maut wird darin nicht vorkommen.

Reformen der Wasserstraßenverwaltung des Bundes kritisch betrachtet

Sportbootaufkommen auf Bundeswasserstraßen nicht ignorieren
Ende November 2012 trafen sich in Berlin Tourismusexperten der CDU/CSU und FDP mit Vertretern der Wassersportverbände, die im DOSB-Forum organisiert sind. Das Bundesverkehrsministerium plant neben umfangreichen Veränderungen der Behördenstruktur ebenso die Einstufung der Bundeswasserstraßen in verschiedene Kategorien, die sich auf Grund der vorherrschenden Gütertransportmengen ergeben.
Unberücksichtigt bleibt dabei der Wassertourismus mit seinem gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Stellenwert. Zahlreiche Einrichtungen für den Wassersport werden von gemeinnützigen Vereinen bewirtschaftet, ein wichtiger Faktor für den Wassertourismus.
Bei der Bewertung der Wasserstraßen soll nur Gütertransport ausschlaggebend sein. Jedoch das tatsächliche Schiffsaufkommen, somit ebenso die Sportbootschifffahrt, wird nicht berücksichtigt. Ebenso ist zu befürchten, dass sogenannte Nebengewässer aus Kostengründen nicht mehr bewirtschaftet werden. Die sich dann ausdehnenden Verkrautungen und Schlammablagerungen verhindern bei zahlreichen Sportbooten das Passieren.
Eine eventuelle Gebührenordnung für das Befahren der Bundeswasserstraßen reduziert die Attraktivität des Wassertourismus in Deutschland und schreckt viele ausländische Wassersportler ab. So ist die Nutzungsgebühr vorerst verschoben, jedoch das Thema noch nicht vom Tisch.