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Seenothelfer retteten 2010 bislang mehr als 1.000 Menschen
Hamburg (dapd). Nach dem Ende der Wassersportsaison haben die Seenothelfer der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) in den ersten zehn Monaten dieses Jahres 1.058 Menschen aus Seenot gerettet und aus Gefahrensituationen befreit. Insgesamt seien von den Seenotkreuzern und Seenotrettungsbooten in Nord- und Ostsee in dieser Zeit 1.891 Einsätze gefahren worden, teilte die Gesellschaft am Donnerstag am Rande der diesjährigen Auflage der Messe hanseboot in Hamburg mit. Im Vergleichszeitraum 2009 waren 790 Menschen in 1.966 Einsätzen aus Seenot gerettet worden. Dabei werden die Seenotretter zunehmend mit einem unkalkulierbaren Wettermix konfrontiert.
Die Crews bargen im ersten Dreivierteljahr 404 Erkrankte oder Verletzte von Schiffen in Nord- und Ostsee oder transportierten sie von Inseln oder Halligen zum Festland. 73 Schiffe und Boote bewahrten sie vor dem Totalverlust. Darüber hinaus wurden 899 Hilfeleistungen für Wasserfahrzeuge aller Art geleistet. Allein die 20 Seenotkreuzer legten dazu vom 1. Januar bis 31. Oktober eine Strecke von 68.340 Seemeilen zurück, was etwa 126.600 Kilometern entspricht.
Der im Vergleich zu früheren Jahren erneut untypische Wetterverlauf hat sich auch 2010 fortgesetzt, sagte DGzRS-Sprecher Andreas Lubkowitz. Nach dem extrem langen Winter 2009/2010 gab es zurückhaltend frühlingshafte Schönwetterperioden. Der Sommer fiel nach nach mehrwöchigen hohen Temperaturen bis September eher herbstlich aus. Insbesondere in der Ostsee wurde laut Lubkowitz von den Seenotrettern mehr Wind aus östlichen Richtungen verzeichnet. Kräftige und kurze Starkwind- und Sturmperioden wurden weniger häufig registriert.
Die Einsätze waren auch 2010 sehr unterschiedlich. So bewahrten die Seenotretter etwa im Februar im Watt zwischen den nordfriesischen Inseln Sylt und Römö (Dänemark) einen Fischkutter vor dem Kentern. Am windigen Pfingstwochenende retteten die Seenothelfer mehr als 180 Menschen auf der Nord- und Ostsee. Und schließlich beteiligte sich die Gesellschaft beim Einsatz nach dem Brand der Ostseefähre ‘Lisco Gloria’. Die Fähre war in der Nacht zum 9. Oktober auf dem Weg von Kiel nach Klaipeda in Litauen nördlich von Fehmarn nach einer Explosion in Brand geraten. Alle 236 Passagiere und Crewmitglieder konnten das Schiff rechtzeitig verlassen.
Die DGzRS ist in den deutschen Gebieten von Nord- und Ostsee zuständig für den Such- und Rettungsdienst. Zwischen Borkum und Ueckermünde unterhält die Gesellschaft mit Sitz in Bremen 61 Rettungseinheiten auf 54 Stationen. 185 fest angestellte und rund 800 ehrenamtlich tätige Seenotretter sind ständig einsatzbereit. Die Arbeit der DGzRS wird durch Spenden getragen. 2009 hatte die Gesellschaft rund 18 Millionen Euro damit eingenommen.
dapd
Mehr zu den Themen “Notfälle” und “Seenotrettung” finden Sie hier.
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Ausbaggerung Peene Stichkanal zum Kummerower See
Der Stichkanal vom Kummerower See zur Basis Neukalen ist nun abgeschloßen. Die Tiefe beträgt nun 1,8m auf der gesamten Strecke.
Das Peene Revier erfreut sich immer größerer Beliebtheit, nicht zuletzt durch die unberührten Uferzonen. Auch die Einwegtouren zwischen den einzelnen Stationen wurden sehr gut angenommen. Fragen Sie uns doch einfach nach Ihrer Wunschroute zwischen den Revieren. Wir haben bestimmt ein Schiff für Sie.
Boote auf der Peene:
http://www.bootsurlaub.de/yachten/uebersicht_yachten_peene-usedom.html
Vom Hausboot aus Kranichzug beobachten
Alljährlich kommen sie zu Abertausenden, um auf ihrem Zug in wärmere Gefilde zwischen Ostsee und südlicher Boddenküste zu rasten: die Kraniche. Und alljährlich zieht es nicht nur Ornithologen, sondern Naturliebhaber jeglicher Couleur an die Beobachtungsplätze auf Fischland Darß-Zingst, um einen Eindruck des faszinierenden Schauspiels für Augen und Ohren zu bekommen. Mit Ferngläsern und GPS Navigation gut ausgerüstete Hausboote stehen bei Yachtcharter Schulz bereit, um dieses Spektakel vom Wasser aus zu erleben. Ab Barth auf dem Bodden oder ab Kröslin können die Beobachter in den Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft aufbrechen, um mitzuerleben, wie sich die „Vögel des Glücks“ auf dem Weg zu ihren Winterquartieren niederlassen. Alle Plätze sind vom Boot aus gut sichtbar und dank Navi auch in schmalerem Fahrwasser gut zu erreichen. Die vom Tourismusverband Fischland Darß-Zingst jüngst herausgegebene Kranichkarte, die alle Informationen zu den Beobachtungsplätzen enthält, zeigt die besten Plätze auf und wird jedem Gast vor Antritt der Fahrt mitgegeben. Wer sich das Erlebnis nicht entgehen lassen möchte, hat noch bis Anfang November die Gelegenheit dazu.
Weitere Infos unter: www.bootsurlaub.de
Europäischer Tourismuspreis geht an Flusstäler Vorpommerns
Am 3. Juni 2010 kührten der Bundesminister für Wirtschaft und Technologie und der Beauftragte der Bundesregierung für Mittelstand und Tourismus, Ernst Burgbacher, zusammen mit dem Präsidenten des Deutschen Tourismusverbandes e.V. (DTV) Reinhard Meyer die Flusslandschaft Vorpommerns aus fünf nominierten wassertouristischen Regionen zum Sieger des EDEN-Awards.
Der „Amazonas des Nordens“ setzte sich gegen Konkurrenten wie „Norderney“ und das „Leipziger Neuseenland“ problemlos durch.
„Der EDEN-Award steht für European Destinations of ExcelleNce’ und der deutsche Gewinner ist die atemberaubende Flusslandschaft Vorpommerns “, sagte Meyer in Berlin. „Die Region Mecklenburg-Vorpommern leistet Beachtliches: Sie bietet tolle Erlebnisse in atemberaubender Landschaft, sorgt für ein anspruchsvolles Qualitätsmanagement im Gästeinteresse und steht für einen erfolgreichen Naturschutz. Im Ergebnis ein herausragendes europäisches Reiseziel.“
Weitere Infos erhalten Sie unter:
www.abenteuer-flusslandschaft.de
www.eden-deutschland.de
Boote und Yachten auf dem Revier Peene und dem „Amazonas des Nordens“ können Sie hier mieten:
www.bootsurlaub.de
Störtebeker Festspiele 2010 Störtebekers Gold – Der Fluch des Mauren
Klaus Störtebeker und seine Kumpane stechen seit dem 21.05.2010 wieder in See. Die diesjährige Premiere feiern die Störtebeker Festspiele am 19.06.2010 mit dem Stück „Störtebekers Gold – Der Fluch des Mauren“ Den berühmten Likedeeler und seinen Mitstreitern verschlägt es dieses Jahr auf der Suche nach dem Schatz der Templer bis ans Mittelmeer. Im vergangenen Jahr verfolgten und erlebten ca. 400.000 Zuschauer spektakuläre Effekte und aufwändige Kulissen. Gäste die ein wunderschönes Wochenende erleben möchten, den bietet die Tourismuszentrale Rügen folgendes Arrangement an: “Störtebeker exklusiv” beinhaltet neben zwei Übernachtungen mit Frühstück in einem First-Class-Hotel auch die Eintrittskarten für die Festspiele, den Transfer vom Hotel nach Ralswiek, ein Piratenessen und eine exklusive Insel-Rundfahrt zu Rügens schönsten Sehenswürdigkeiten. Zwei Termine stehen zur Auswahl: Zwei Termine stehen zur Auswahl: Das Wochenende nach der Premiere vom 25. bis 27. Juni und das Wochenende mit der letzten Vorstellung der Saison vom 3. bis 5. September. 279 Euro kostet das Arrangement, das unter dem Punkt “Angebote” auf http://www.ruegen.de oder der Telefonnummer (03838) 807780 gebucht werden kann. Als das erfolgreichste Open-Air-Theater Deutschlands gelten die Störtebeker Festspiele auf der Insel Rügen. Vier Schiffe, rund 30 Pferde und 150 Mitwirkende ziehen jährlich hunderttausende Besucher nach Rügen. Wie in jedem Jahr gibt es auch in diesem Jahr wieder viele neue Dinge zu sehen und zahlreiche neue Spezialefeffekte.
Mit dem Hausboot zu den Störtebeker Festspielen ab Barth oder Marina-Kröslin: www.bootsurlaub.de
Die Vorpommersche Boddenlandschaft
Zwischen Rügen und der Halbinsel Darß-Zingst liegt eine einzigartige Landschaft, die jährlich tausende Menschen anlockt. Diese Boddenlandschaft bietet Gästen wunderschöne Wälder, kilometerlange Strände und eine vielseitige Tier- und Pflanzenwelt. Der zu DDR-Zeiten gegründete Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft ist einer der letzten Naturbelassenen Landschaften Deutschlands, der unter strengen Schutz steht. Jedes Jahr rasten tausende Kraniche in diesem Gebiet. Aber auch Seeadler und Schweinswale haben hier Ihre Heimat.
Dieses Jahr feiert der Nationalpark sein 20-jähriges Bestehen, mit mehreren Sonderveranstaltungen, Vorträgen und Aktionen.
Nicht zuletzt eine Fahrt auf dem Hausboot auf dem Bodden macht die Seeseite sehenswert. Hier gehts zu den Yachten auf dem Bodden oder rund Rügen:
Yachtcharter Bodden >>>
Wassersportparadies Ostsee
Ebenfalls neu erschienen ist das maritime Magazin für Mecklenburg-Vorpommern. Ob Paddeltour, Rundreise mit einer Motoryacht oder Segeltörn – immer ein idealer Wegbegleiter durch die fünf Reviere an der rund 1.900 Kilometer langen Ostsee- und Boddenküste. Die Broschüre enthält wichtige Informationen über Wasserwanderrastplätze und Marinas, verschiedene Inseln, aber auch Seen und Flüsse. Beste Vorraussetzungen und eine ausgezeichnete Infrastruktur für einen maritimen Urlaub bietet Mecklenburg-Vorpommern, der mit dem „Wassersportparadies Ostsee“ je nach Geschmack selber und einfach geplant werden kann. Aber auch Törnvorschläge durch die moderne Wassersportregion werden umfangreich entlang der Gebiete Wismar und Mecklenburgische Bucht, Warnemünde und Rostock, Rügen, Greifwald und Stralsund sowie Usedom und das Stettiner Haff beschrieben.
Boote in dem Revier finden Sie hier: http://www.bootsurlaub.de/yachten/uebersicht_yachten_bodden-ruegen.html
Auf der Peene mit dem Hausboot – der Amazonas des Nordens
Peene Bericht im Magazin BOOTE 09/2009 :
Im Magazin BOOTE 09 finden Sie einen Tourbericht über die Peene bis Usedom. Die Tour fand im September auf einer Pedro Skiron statt.
Den Bericht finden Sie hier: Bericht als PDF(klick)

Mit dem Hausboot auf dem „Amazonas“ des Nordens
Die geplante Bootstour sollte uns die fast unberührte Peene hinauf führen. Bei herrlichstem Frühsommerwetter konnten wir am 02.06.09 um 12:15 Uhr mit der nagelneuen Levanto 38 von der Pedrowerft ab der Malchiner Marina am Industriehafen die Peene abwärts fahren. Mit dieser neuen Yacht bietet Yachtcharter-Schulz besonders für seehungrige Bootsurlauber die 6-Personen-Stahl-Motoryacht an. Künftig ist diese auf dem neuen Stützpunkt Marina Kröslin stationiert. Das Boot ist im Ostseeraum einzigartig. Der geniale Grundriss für vier bis sechs Personen bietet Salon und Küche auf einer Ebene. Somit lässt sich die Landschaft auch von Pantry und Dinette genießen. Bei Standard-Modellen ist dies kaum möglich, da Ess- und Küchenbereich bis zu zwei Stufen tiefer liegen. Unser Weg führte uns zunächst über den Peenekanal in den Kummerower See. Dieser ist der viertgrößte See in Mecklenburg-Vorpommern mit einer Länge von ca. 11 km und einer Breite von ca. 4,8 km. Die tiefste Stelle misst immerhin 23,3 m. Für Angler bietet der See beste Aussichten auf Angelerfolg. Leider hatten wir unsere Angel diesmal schlicht vergessen. Über den Kummerower See gelangten wir vorbei an Aalbude/Verchen und dem Wasserwanderrastplatz Verchen in die Peene. Zwischen Aalbude und Verchen kann man sich mit einer Motorfähre das kurze Stück von ca. 20 m übersetzen lassen. Fahrräder werden ebenfalls befördert. Der Fährmann wird per Glocke gerufen. Gemächlich fuhren wir weiter die Peene hinab in Richtung Demmin. Der Fluss schlängelt sich durch Torfgebiete, in denen noch vor ca. 20 bis 30 Jahren Torf gestochen wurde. Die Einstiche links und rechts der Ufer künden noch von dieser Art der Gewinnung als Brennmaterial. Um 15:30 Uhr erreichten wir Demmin. Bis zur Brückenöffnung legten wir an der Anlegestelle Hanseviertel (Steuerbord vor der Hubbrücke) an. Wir gönnten uns einen Kaffee und warteten auf die Brückenöffnung um 17:10 Uhr. Unbedingt sollte man sich vorher bemerkbar machen und im Fahrwasser die Absicht des Passierens deutlich anzeigen, möglichst mit zwei Huptönen. Auch Anrufen beim Brückenwärter ist möglich und sinnvoll, wenn sich zur Öffnungszeit nichts tut.
Nach dem Passieren der Hubbrücke ging es weiter Peene stromabwärts in Richtung Loitz. Die Stadt Demmin wird in einem großen Bogen umfahren, so dass die großen Backsteinkirchen von mehreren Seiten lange sichtbar bleiben. An dieser Stelle mündet auch die Trebel in die Peene. Die Trebel ist aber nur mit Paddelbooten zu befahren. Die Strecke nach Loitz sollte zügig gefahren werden, damit um 18:40 Uhr das Passieren der Drehbrücke Loitz möglich ist. Die Distanz zwischen Demmin und Loitz ist jedoch kürzer als durch die Kilometerangaben in den Karten ausgewiesen. Das kommt von einer Begradigung der Peene. Dadurch sind ca. 5 km „verschwunden“. Die Brücke in Loitz wird noch manuell betrieben und erfordert die Muskelkraft von zwei starken Männern. Gleich hinter der Brücke befindet sich die Marina Loitz. Sie wurde 2006 neu gebaut und liegt vor dem ehrwürdigen ehemaligen Bahnhofsgebäude. Ca. 35 Liegeplätze in der Marina bzw. direkt an der Hafenkaimauer bieten Platz für Sportboote. Die gesamte Anlage ist in einem sehr gepflegten Zustand. Der Sanitärbereich ist auch mit behindertengerechten Duschen und Toiletten ausgestattet. Unser Abendessen nahmen wir in der Gaststätte „Korl Loitz“ in angenehmer Atmosphäre im ehemaligen Bahnhofsgebäude ein. Das Speisenangebot sowie das gute Preis-Leistungsverhältnis kann weiter empfohlen werden. Am nächsten Tag erwachten wir gegen 7:00 Uhr durch den kräftigen Regen, der von Hagelschauern unterbrochen wurde. Das herrliche Wetter, dass uns das ganze Pfingstwochenende begleitete, war nun endgültig vorbei. Nach der Morgentoilette und dem Frühstück zeigten sich dann wieder einige Sonnenstrahlen am Firmament. Gegen 10:35 Uhr konnten wir im Trockenen in Richtung Anklam ablegen. Die Sonne hatte mehrere Wolkenlücken entdeckt. Unterwegs nach Anklam frischte der Wind teilweise auf und einige wenige Regenschauer mussten wir über uns ziehen lassen. Wir begegneten kaum Booten. Dafür konnten wir aber einen Seeadler, mehrere Fischreiher und vereinzelt Kormorane beobachten.

Unmittelbar vor Anklam entdeckten wir in einem Sumpfgebiet eine große Kolonie von Schwänen. Gegen 15:00 Uhr erreichten wir Anklam. Die Wartezeit bis zur Brückenöffnung nutzten wir hier für einen kurzen Einkauf. Die Einkaufspassage ist nicht mal 5 Gehminuten vom Hafen entfernt. Um 16:00 Uhr passierten wir die Eisenbahnhubbrücke von Anklam und fuhren Richtung Peenestrom. Die Zecheriner Brücke öffnete 16:45 Uhr für sechs Segler. Als wir ankamen, sprang das Signal auf rot. Mit 3,50 m Gesamthöhe konnten wir aber die rechte Passage der Brücke nutzen. Gemeinsam mit Seglern fuhren wie in Richtung Wolgast. Die See wurde immer lebhafter und wir mussten alle Schotten dicht machen. Unser Boot tanzte auf den Wellen. Unser John Meynard (Klaus) fuhr
uns aber sicher durch die „aufgewühlte See“. Gegen 18:50 Uhr bei einer steifen Brise legten wir im Hafen Lassan an. Unser eigentliches Ziel war die Marina Kröslin. Die etwas unruhige Wetterlage lies uns davon Abstand nehmen. In Kröslin ist jedoch der künftige Heimathafen des neuen Bootes. Mit der Eröffnung einer weiteren Basis zur Vermietung von Hausbooten hat das Unternehmen Yachtcharter Schulz aus Waren (Müritz) das Netzwerk von fünf bestehenden Stützpunkten im Großraum Mecklenburg Vorpommerns, von denen aus Urlauber mit den Booten in See stechen können, auf sechs vergrößert. Südöstlich von Rügen im Schutz der vor gelagerten Insel Usedom inmitten der unberührten Boddenlandschaft Vorpommerns liegt diese Basis Nummer sechs. Die Marina Kröslin ist ideal für Törns Richtung Polen, rund um Rügen oder auch in Richtung Bornholm. Wir meldeten uns in Lassan bei der Hafenkapitänin an. Anschließend erkundeten wir die Stadt mit ihrer imposanten Kirche St. Johannis, deren ältesten Teile aus dem 13. Jahrhundert stammen. Die Kirchturmspitze mit ihren 57 m Höhe überragt weithin das Land und ist eine Marke in den Seekarten. Endlich bekam Klaus in der Ackerbürgerei sein Bauernfrühstück. Es hieß hier zwar Bauernomelette oder englisch „potatos omelette with bacon“, geschmeckt hat es trotzdem sehr gut. Die Gaststätte ist sehr empfehlenswert. Am nächsten Tag wurden wir nicht vom Regen, sondern von einer kleinen Rauchschwalbe geweckt, die auf der Reling vor unserem Fenster zwitscherte und sich dort sonnte. Um 9:00 Uhr legten wir in Lassan ab. Der Morgen überraschte uns mit strahlendem Sonnenschein. Der Strom hatte kaum Welle und wir kamen gut voran in Richtung Stettiner Haff. Die Zecheriner Brücke passierten wir um 10:40 Uhr. Beeindruckend war für uns besonders der Torso der alten Karniner Eisenbahnbrücke. Die Hubbrücke, eine ingenieurtechnische Meisterleistung, wurde im 2. Weltkrieg zerstört. Leider hat die Bahn für den Wiederaufbau kein Geld. Gegen 11:45 Uhr bogen wir über das Kleine Haff in den Usedomer See ein. Dieser ist sehr, sehr flach, hat aber einen besonderen Charme. Wir hatten teilweise nur noch eine handbreit Wasser unter dem Kiel. Leider fanden wir keinen Liegeplatz, die Umgebung des Sees genossen wir trotzdem. Zurück auf dem Stettiner Haff hatten wir wieder reichlich Welle und Regen. Alle Schotten mussten wieder dicht gemacht werden. In der Ferne im Osten zuckten die Blitze, wir fuhren zum Glück in die westliche Richtung. Gegen 13:10 Uhr erreichten wir die Peene und es regnete noch immer. Als nächstes Ziel hatten wir uns Stolpe ausgesucht, welches wir schon bei der Hinfahrt in Augenschein genommen hatten. Kurz vor dem
Ziel zeigte sich noch einmal der Seeadler. Die Anlandung in der Box meisterte Wolfgang mit Bravur. Stolpe ist ein Geheimtipp! Die ehemalige Klosteranlage wurde im Dreißigjährigem Krieg zerstört. Ausgrabungsreste dieser Anlage sind noch zu besichtigen. Das ehemalige Gutshaus wurde zu einer Hotelanlage umgebaut. Der Stolper Fährkrug gehört ebenfalls zu der Hotelanlage. Er bietet in gediegener historischer Atmosphäre tolles Essen. Auch der Ort selbst macht einen gepflegten Eindruck. Sehenswert ist auch die Kirche gegenüber der Gutsanlage. Der schöne Sonnenuntergang lies die Hoffnung auf einen schönen letzten Urlaubstag auf der Peene aufkommen. Am nächsten Morgen tritt genau das Gegenteil ein – es regnet heftig. Bereits in der Nacht ist einiges herunter gekommen. Gegen 8:00 Uhr schien „Klärchen“ aber wieder. Die Temperaturen lagen aber nur bei ca. 10°C – Schafskälte eben. Unser Bedauern galt den Paddlern, die frierend ihr Frühstück in der Sonne bereiteten. Nach Morgentoilette und Frühstück legten wir um 9:50 Uhr in Stolpe ab. Es ging weiter stromaufwärts. Wir wollten eigentlich direkt Malchin ansteuern. Die Brückenöffnungen in Loitz und Demmin mussten wir noch einkalkulieren. Unterwegs beobachten wir wieder Kraniche und brütende Schwäne. Die Brücke in Loitz wurde außerplanmäßig für ein Fahrgastschiff geöffnet und wir huschten noch mit durch. In Demmin mussten wir aber noch bis 17:00 Uhr auf die Passage der Hubbrücke warten. Wir erledigten noch einige Einkäufe in der Stadt. Es ging weiter die Peene aufwärts. Gegen 18:45 Uhr näherten wir uns dem Kummerower See. Wir entschlossen uns, in der Gaststätte Aalbude zu Abend zu essen. Wir durften auch vor der Gaststätte am Steg bleiben und übernachteten auch hier. Als Gäste war dafür nicht mal eine Gebühr fällig. Aalbude ist eine sehr gute Gaststätte mit einer gepflegten Speisekarte und frischen Fisch aus dem Kummerower See und der Müritz. Angeschlossen ist eine Pension mit 4 DZ und 2 EZ. Wir genossen den herrlichen Abend an Bord und beobachteten das Treiben auf der Peene und am Ufer. Unser letzter Tag. Um 7:00 Uhr gings aus den Federn. Die Sonne hatte uns bereits das erste Mal um 4:30 Uhr geweckt. Ein herrlicher Tag lag vor uns. Nach dem Frühstück legten wir um 7:45 Uhr von Aalbude ab. Der Kummerower See war spiegelblank. Einige Angler waren schon unterwegs. Die Sonne schien und wärmte gut nach einer kalten Nacht mit Temperaturen unter 10°C. Wir wollten Malchin gegen 9:00 Uhr erreichen und das Boot abgeben. Den Termin hielten wir auch ein. Eine sehr schöne kurze Urlaubswoche lag hinter uns. Das Wetter hatte sich zwar nicht immer von seiner besten Seite gezeigt, aber auch Wind und etwas Regen gehören zu so einer Tour dazu. Die Peene – sicher eine Geheimtipp. Viel Natur und viel Ruhe. Einen Tag mehr sollte man für die Tour möglichst einplanen, um den Peenestrom gen Norden zu erkunden. Sicher sind Einwegtouren z.B. bis oder von Barth eine gute Alternative.
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