Einwegtour Sneek – Waren

23.08. 2017 am späten Abend per Bootsurlaub Bus bis Hamburg und weiter mit lieben Holländern in Sneek zur Übernahme der Jette 41 „Isolde“ angekommen.

Auch eine Reifenpanne hinter Oldenburg konnte dies nicht verhindern.

Die sehr freundlichen Mitarbeiter von Jetten halfen selbst noch zum Späteinkauf um 22:00 Uhr, die folgende Abenteuertour vorzubereiten.

 

 

Tag 1   24.08. 2017

Start in Sneek (NL) 9:00 Uhr Richtung Groningen (NL)

 

 

Diverse Brücken und Schleuesen auf dem Prinses Margrie Kanal

Es hercht reger Verkehr, welcher aber entspannt und freundlich läuft.

 

Am Nachmittag den Emskanal bei Groningen erreicht.

Die Schleuse staut den Verkehr vom Eiselmeer auf, es ist mit längeren Wartezeiten zu rechnen!

 

Tag 1-2

wir erreichten Delfzijl um 20:30 Uhr nach 104 km und wurden vom Hafenmeister sehr freundlich empfangen, selbst nach Küchenschluß 21:00Uhr gab es noch ein leckeres Abendessen.

Am Tag 2 wurde um 10 Uhr gestartet, mit steigendem Wasser um die Einfahrt in die Ems zu erleichtern.

Entlang an Emden, Leer und Papenburg konnte so eine gute Strömung ausgenutzt werden, lange Zeit konnte so bei geringer Drehzahl 2500 U/min. eine Geschwindigkeit von 22 km/h erreicht werden.

Die zwei Schleusen wurden zügig passiert.

Gegen 15 Uhr erreichten wir den Küstenkanal in Richtung Weser, ruhig  und zügig wurden die 65 km nach Oldenburg noch gezogen.

21:30h haben wir nach 144 km den Yachthafen Oldenburg (2 Liegeplätze) erreicht.

Sehr schöne Anlage, jedoch sollte man nicht bei der Nachberinn anlegen (Privatplätze), den diese scheint  nur junge Männer zu empfangen.

 

 

 

 

 

 

Tag 3   26.08.2017

Wecken um 5:30 Uhr und mit Sonnenaufgang geht es in Oldenburg weiter Richtung Weser, es wird ein Langer Tag

Die Schleuse Oldenburg ist mit der hinterlegenden Hubbrücke kombiniert zu durch fahren.

Im Anschluß folgt im Stadtzentrum eine Eisenbahnklappbrücke, welche sich leider nach dem pünktlichen Fahrplan der DB richtet und zu erheblichen Wartezeiten führen kann.

 

Nach Oldenburg ging es auf die Hunte auf der wir gg. 10:00 Uhr die Untere Weser erreicht haben.

mit einer scharfen Rechtskurfe wurde Kurs auf Bremen genommen.

Achtung! Bei der Einfahrt sollte man die Gezeiten und Strömungsverhältnisse beachten!

 

Mittag die Hansestadt Bremen erreicht

 

Schade, ……..noch nicht fertig zur Abholung 🙂

SV Werder Bremen vs FC Bayern ohne unseren Spielbesuch im Weserstadion

Nach der Schleuse Bremen ändern sich gravierend die Strömungen zum positiven, wir hatten einen Gegenstrom von ca 6 km/h Fliesgeschwindigkeit.

16:30 Uhr bis zur Schleuse Langwede die Weser hoch gekämpft und wieder lange warten 🙁

……..und Tierische Begegnungen 🙂

Der Tag neigt sich dem Ende zu, die Sonne geht unter, die Schleuse Drakenburg wird um 21:30 Uhr noch passiert. Nachfahrt.

Hinter der Schleuse endet die heutige Fahrt nach 133 km.

 

Tag 4  27.08. 2017

5:30 Uhr rattert der Wecker und mit dem Morgengrauen geht es weiter die Weser Richtung Minden hinauf. An Nienburg vorbei.

 

Glücklicherweise konnten  wir uns einem Frachter anschließen, welcher uns jedes Schleusentor bis zur Weserschleuse Minden prompt öffnete.

 

Entlang der Weser viele Sonnenhungrige und Sportbegeisterte, bei dem Wetter

 

Gegen 13:30 Uhr Minden Weserschleuse erreicht, was für ein Bauwerk!

Zum Sonntag sehr viele Besucher vor Ort, jedoch auch sehr viel Berufsschifffahrt.

Wir hatten die Ehre, die am 18.08.2017 eröffnete Neue Weserschleuse (Baukosten 90 Mio. Euro) zu befahren.

Gute 2 Stunden Wartezeit vor dem Hub von 13,50 m, ein Erlebnis, den sofort nach dem Auslaufen geht es links ab auf den Mittellandkanal.

Es folgt sofort die Kanalbrücke über die Weser und das bei sensationellem Sonnenschein.

Im übrigen, unser Schwabe an Bord, wollte pro Schleusentouri 10€, leider erfolglos.

………und weiter nach Hannover, heute geht noch was……..

20:00 Uhr die Marina Hannover erreicht, 132 km, 4 Schleusen. und viel gesehen.

Zum Abendessen auf die „Prinz Albrecht“, echt lecker und zu empfehlen.

Die Marina ist sehr schön angelegt und der Hafenmeister versucht für Ordnung und Sicherheit zu sorgen. Das Umfeld der Marina macht einen sehr internationalen Eindruck.

Achtung! Letzte Wassertankstelle vor Brandenburg!

 

 

Tag 5    28.08.2017

um 7:00 Uhr ablegen in Hannover Richtung Berlin, blauer Himmel Sonnenschein, auf in den schönen Osten Deutsclands.

 

Die Schleuse Anderten erwartet uns zu gleich.

Eine sehr arbeitsreiche Anlage, alleine nicht zu befahren, mit einem Hub von 15 m mit starken Strömungen

 

Am Mittag Braunschweig passiert

 

 

 

…….und die A2 Warschauerallee das zweite mal unterlaufen.

Es folgt die Schleuse Wolfsburg, welche sehr entspannt Dank Schwimmpoller zu befahren ist.

Achtung! Es macht Sinn die Schleusen zwischen Hannover bis Magdeburg 30min. vor dem Eintreffen anzurufen, es erfolgte so eine bessere Koordinierung und es wurde immer der Frachter benannt dem man sich anschließen darf!

Die Durchfahrt durch die Dieselstadt Wolfsburg ist sehr sehenswert.

VW Werk, Autostadt, Hbf und die Arena der Werkself, sowie eine schöne Marina liegen direkt am Kanal

Nach Wolfsburg wird es bis Haldesleben sehr einsam, von der Grenze zu Sachsen Anhalt und den Grenzanlagen ist nichts mehr zu sehen.

Mein Schwabe ist so unerlaubt,ohne Kontrolle und ohne Zwangsumtausch illegal aus den Verbrauchten Bundesland eingereist.

Da seine Frau die Stefanie, jedoch Ihren Reisepass mit offener Frisur vorweisen konnte, wurde die Weiterreise genehmigt.

Am Abend nach tel. Anmeldung in die Marina Haldensleben eingelaufen.

Trotz später Ankunft in einer kleinen aber sehr feinen Anlage, die keine Wünsche offen lässt, wurden wir von der Hafenmeisterin herzlich Empfangen.

Supermarkt in 500m vorhanden und bei Anmeldung (bis Mittag am Vortag, außer am Wochenende) kann direkt vom Tankwagen Diesel, ab 300 Litern Abnahme, betankt werden zu Normalpreisen (aktuell 1,12€).

 

Tag 6  29.08.2017

Nach einem Morgen Spaziergang zum Supermarkt und Bäcker, ab 7:00 Uhr geöffnet, wird 8:00 die Marina, bei blauem Himmel und Sonnenschein Richtung Magdeburg verlassen.

Die ersten 3 km mit 6 km/h wegen einer größeren Baumaßnahmen, welche schon seit 2013 andauert.

Auch im weiterem Verlauf gibt es noch die ein oder andere Wanderbaustelle.

Hohe Konzentration ist angebracht, durch den regen Frachtverkehr.

 

Nach 20 km sind wir auf Höhe Magdeburg

Es folgt auf Steuerbordseite der Abzweig zur Schleuse Rothenburg, kurz darauf ist der Anleger zum passieren der Elbkanalbrücke für Sportboote auf der rechten Seite gelegen!

Wir hatten uns angemeldet und hatten schon alle nötigen Anweisungen und Durchfahrtsposition erhalten.

So konnten wir schon nach kurzer Zeit, Gegenverkehr abgewartet, die Elbe überqueren, sensationell!

Durch unsere Anmeldung könnten wir danach umgehend in die Schleuse Hohenwarthe Einlaufen.

Fast 19 m ging es hinab, fastzinierend, Schwimmpoler erleichtern das Schleusen ungemein.

Nach nochmaliger Informationseinholung über elwis und Rücksprache mit Herrn Steffen Schulz (sind täglich einmal in Kontakt, Danke dafür) wird die geplante Route geändert und die Elbtour fällt leider aus.

Leider führt die Elbe Niedrigwasser und die Einfahrt Dömitz hat aktuell 1,28m  (-12 ), seit Tagen fallend.

So geht es über Berlin an die Müritz, 80 km länger und mehr Schleusen.

 

 

Der Mittelland Kanal geht am km 326 in den Elbe-Havel-Kanal über.

An Burg entlang erreichen wir die Schleuse Zerben.

Achtung!!! Es wird ein zweites Schleusen Becken erbaut, bereits vor ihr kommt es zu Einengungen und max 6km/h sind gestattet.

Zur Zeit befindet sich die mobile Sportboot Anmeldestelle an der Backbordseite.

Hinter Genthin noch die Schleuese Wusterwitz genommen, kommt nach vielen Tagen endlich das Kanalende bei km 380. Wir münden in den Großen Wendsee und anschließend in den Plauer See. Weiter in den Silokanal von Brandenburg.

Entlang an der Stadtmarina Brandenburg, welche Motoryachten von Yachtchater Schulz – Bootsurlaub.de beheimatet.

Auch die New Lady lag in der Marina, welche ich als Skipper am Montag, 04.09. übernehme, um 8 Damen aus dem Münsterland Potsdam und Berlin vom Wasser aus zu zeigen.

Im Anschluß wurde noch die Schleuse Brandenburg passiert, um in der Havel Marina den Feierabend zu verbringen.

Trotz vorheriger Anmeldung kein Liegeplatz bekommen, toll.

so ziehen wir weiter noch bis km 43, in die Fichner Marina, Gastanlieger nach unserer Anmeldung erhalten

20:15 Uhr angekommen nach 105 km.

 

Tag 7    30.08.2017

7 Uhr wecken da 8:00 Uhr die Fahrt los gehen soll.

Nach gestriger Absprache wollten wir am Morgen die Anmeldung vollziehen.

20 vor 8 erschien eine sehr attraktive und nette, jedoch auch sehr bestimmende Hafenmeisterin und knöpfte uns 27€ für den Liegplatz ab. Ohne Müll, ohne Strom, ohne Wasser und ohne die Einrichtungen der Marina genutzt zu haben, das kostet alles noch extra, sportlich.

Was solls, los geht es in einen weiteren sonnigen Tag.

Achtung!!! Der folgende Sacrow-Paretzer-Kanal befindet sich im Bau und darf auf 12 km mit nur 6 km/h befahren werden.

 

Wir streifen dann den Norden von Potsdam im Jungfernsee und betrachten das Schloß Cecilienhof und die Glienicker Brücke, auf der Steuerbord Seite.

Es geht links Richtung Norden die Untere Havel am Wannsee entlang nach Spandau in Berlin.

Kurzer Stop in Spandau um Diesel zu tanken

562 l aufgenommen nach 61 Betriebsstunden und gefahrenen 800 km.

12:30 Uhr Schleuse Spandau passiert und über Tegel Ort Berlin Richtung Norden verlassen.

Bei 32C Sommerwetter und einer leichten Brise treffen wir viele Wassersportfreunde auf dem Weg nach Henningsdorf

Am Stahlwerk entlang weiter nach Oranienburg zum Oder-Havelkanal.

Am Nachmittag noch die Schleuse Oranienburg passiert und auf geht es in den Oder Havelkanal Richtung Osten

17:00 Uhr geht es auf die Havel zum Tagesziel nach Zehdenick, welches mit Sonnenuntergang erreicht wird.

sehr sehenswertes Städtchen, schöne Stadtmarina, mit guten Italiener am Steg und guten Einkaufsmöglichkeiten.

 

Tag 8 31.08. 2017

8:00 Uhr wurde abgelegt und es folgte ein ein entspannende Fährt über 9 Schleusen nach Mirow, echt sehenswert.

 

Nach der Schleues Strasen wurde es ganz eng in der Höhe.

…….um den Abend in Mirow bei Ole zu verbringen, gab es eine weitere Fahrt im Dunkeln, Ankunft 21:00 Uhr.

Tag 9   01.09.2017

das erste mal wurde ausgeschlafen und nach dem Frühstück gg. 10:00 Uhr die letzte Etapa nach Eldenburg begonnen.

……und um 14:30 Uhr in der Marina Eldeburg eingelaufen.

Die Isolde hat ihre neue Heimat erreicht.

Gesamt wurden 700 Liter Diesel verbraucht für 1040 km und 80 Betriebsstunden.

Der hohe Verbrauch  resultiert dem, dass bis zur Havel zu meist an der von Jetten angegebenen, höchst Marschgeschwindigkeit genutzt wurde.

Bei 9km/h im Durchschnitt liegt der Verbrauch bei 5l/h.

38 Schleusen von Sneek nach Eldenburg in 9 Tagen passiert.

Geile Tour mit sensationellem Wetter.

Die Jette 41 läßt sich sehr gut steuern, ist sehr leise in voller Fahrt, geräumig und hochwertig verarbeitet.

So eine Tour ist kein Urlaub, aber wen man eine guter Mannschaft hat, eine sehr empfehlenswertes Abenteuer.

Bin gerne wieder dabei. Guido Heinz